Time waits for no one ...

Nun ist auch schon die vierte Woche in Thailand vorbei und wir haben noch so viel zu erleben.

Viel ist seither nicht passiert, der Alltag hat uns in der Hand.

Wir erlebten die letzte Schulwoche vor den Ferien. Sowohl die Schüler als auch wir haben jetzt drei Wochen frei, bis für die Kids das nächste Semester beginnt.

Am Montag lief der Tag normal ab, Dienstag aber spielten wir verschiedene Spiele mit den älteren Schülern, auch Kartenspiele und unter anderem UNO. Das war endlich mal eine kleine Abwechslung zu den ganzen Vokabelspielen. Wer lernt schon gerne Vokabeln?

Eva beim Unterrichten des Anuban

Langsam entgleitet auch die Motivation

Der Tag ging nach dem täglichen Mittagessen bei Mali, dem besten Restaurant in Uttaradit, anders weiter als sonst. Anstatt uns Gedanken über den weiteren Ablauf zu machen, fuhren wir zum Sirikitsee, dem größten See Nordthailands.

Nach einer knappen Stunde Autofahrt kamen wir endlich an. Ein riesiger See, viele kleine rausragende Inseln und eine idyllische Landschaft umgaben uns.


Der Sirikitsee

Um in das Restaurant auf dem Wasser zu gelangen liefen wir über einen auf leeren Fässern treibenden Metallsteg und über schlecht befestigte Holzbretter, bei denen man stets das Gefühl hatte, ins Wasser zu fallen. Auch im Restaurant hatte man weiterhin das Gefühl, dass auf Stabilität und Qualität nicht der allergrößte Wert gelegt wurde, die Thais vertrauen ihren Konstruktionen jedoch blind.

Wir bestellten uns erstmal etwas zu trinken und entspannten uns, bevor unser Speedboat anlegen konnte und somit startklar für die nächste Fahrt war.

Nach dem Anlegen von Schwimmwesten setzten wir uns mit sieben Personen in ein wirklich winziges und einfach zusammengewerkeltes Boot.

Der Weg zum Restaurant

Vorbereitung vor der Tour

Das von der Crew bemannte Boot

Unsere Tour über den Sirikit

Anglernetze auf dem Wasser

Blick übers Wasser

Hab meine Sonnenbrille vergessen

Alle sicher wieder angekommen


Und wieder ging es zurück zum Auto

Die Tage darauf unterrichteten wir nur die Anuban, wobei wir uns auch dort am letzten Tag etwas Abwechslungsreiches überlegt hatten, sodass die Kids wenigstens an ihrem letzten Schultag etwas Spaß haben konnten.

Wir planten Spiele wie "Stopptanzen", "Reise nach Jerusalem", "Heiße Kartoffel" und "Simon says". Das wirklich einzige Problem bei diesen Spielen war, dass die Kinder sie nicht kannten und wir diese erst erklären mussten, was wirklich schwierig war, wenn sogar der thailändische Lehrer kaum ein Wort Englisch versteht.

Reise nach Jerusalem

Stopptanzen

Es hat aber unglaublich viel Spaß gemacht und für die Kinder war es auch endlich mal eine Abwechslung vom Schulalltag. In Anuban 2 hat Leverlee, während wir gespielt haben, nacheinander jedes Kind auf englische Zahlenkentnisse getestet. In Anuban 3.1 und 3.2 durfte ich (S) das Assessment weiterführen und habe so eine Stunde damit verbracht, die Kinder abzufragen. Mittlerweile weiß ich auch, wie es sich für einen Lehrer anfühlt, wenn seine Schüler nicht gut abschließen. Daher habe ich den Kindern die Zeit gegeben, die sie manchmal brauchten und war zudem sehr großzügig mit ihrer Aussprache, um so das bestmögliche Ergebnis herauszuholen. Man sollte bei der Bewertung von Schülern generell an deren Leistung orientiert sein, bei kleinen Kindern gehört Großzügigkeit jedoch großgeschrieben!

Unser weiteres Wochenende verlief wie sonst auch. Morgens zum Brunchen ins Café, abends auf den Nightmarket und nachmittags sind wir öfter mal in der Universität in Uttaradit, um zu schwimmen.

Am Samsstag sind Eva und ich im Hause umgezogen. Jetzt sind wir in einem Zimmer mit funktionierendem Badezimmerlicht, einem gemütlicheren Bett, einer Wäscheleine, besserem WLAN und zudem sind wir näher an den anderen dran. Es scheint alles deutlich besser zu sein in unserem neuen Zimmer.

Nach einem weiteren Filmabend, vor dem Eva noch Leverlees Haare färben sollte, und langen Gesprächen ging es ins Bett, da wir am Montag wieder zum Essen verabredet sind.

Beim Schwimmen in der Universität

Eva und Leverlee beim Haarefärben

Kaffee und Tee zum Früstück

Am Montag wird auch Levin wiederkommen, der sich für ein paar Tage südlich von Uttaradit mit ein paar befreundeten Thailändern getroffen hat.

Morgens vor dem Schwimmen sind wir noch einmal zum Brunchen zu Mali gegangen und haben und noch etwas gestärkt.

Ka Nom Jeeb

Am Mittwoch wird unsere nächste große Reise beginnen in Richtung Chiang Rai, Chiang Mai und Pai. Wir sind schon total aufgeregt auf die 8 Tage und Nächte, die wir dort mit den anderen verbringen werden.

Es wird auch bis nach unserem Trip dauern, bis der nächste Blogeintrag folgen wird.

Noch ein paar Kleinigkeiten zu Thailand...

Thailand ist einfach ein wunderschönes Land mit vielen tollen Menschen. Hier lernt man definitiv, wie man richtig lächelt!

Bei jedem kleinen Einkauf wird man angelächelt, eine angedeutete Verbeugung, dankende Handzeichen und ein kleines Lächeln zurück sind wie selbstverständlich. Obwohl man die Menschen nicht versteht und auch nicht mit ihnen kommunizieren kann, herrscht hier einfach ein total freundlicher Umgang.

Kleine Bananen als Present, Wasser oder andere Früchte oder eine extra Schale mit Pommes ohne dafür Geld zu verlangen sind diese Kleinigkeiten, die Thailand so besonders machen. Es sind die lachenden Menschen, die höflichen Gesten und diese Selbstverständlichkeit zur Problemvermeidung und Nettigkeit, die lohnenswert sind, um dieses Land jemals gesehen und kennengelernt zu haben. Diese Wärme zwischen den Menschen ermöglicht es einem auch, den Schlüssel bedenkenlos in seinem Moped stecken oder seine Wertsachen auf den Tisch liegen zu lassen, ohne darauf besondere Rücksicht nehmen zu müssen.

Einen herzlichen Umgang wie hier habe ich in Deutschland so kaum erleben dürfen...

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